Stiftung Umweltpreis vergibt
Umweltpreis 2023

Stiftung Umweltpreis
der Sparkasse Pforzheim Calw

Die Stiftung Umweltpreis wurde 1995 von der damaligen Kreissparkasse Calw ins Leben gerufen. Alle zwei Jahre vergibt die Stiftung einen Umweltpreis, welcher im Zuge einer öffentlichen Veranstaltung verliehen wird. 

Der Hauptpreis beträgt

Der Preis wird verliehen für:

  • herausragende Leistungen im Bereich von Forschung, Entwicklung und Innovation, die dem Umweltschutz und der Gesundheitsvorsorge dienen
  • die engagierte und erfolgreiche Vermittlung von Wissen, wie sich technische, wissenschaftliche und sozioökonomische Entwicklungen auf die natürlichen Lebensgrundlagen auswirken können

Kuratorium

Vier Professor/inn/en aus ganz Deutschland, ein Wissenschaftsjournalist, Landrat Helmut Riegger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw Stephan Scholl und der stv. Vorstandsvorsitzende Hans Neuweiler bilden ein Kuratorium, das über die Vergabe des Umweltpreises entscheidet.

Vorsitzender

Landrat Helmut Riegger

Landrat des Landkreises Calw

Stv. Vorsitzender

Prof. Dr. Konrad Dettner

Universität Bayreuth, Zoologie (emeritiert)

Dr. Paul Janositz

Freier Journalist

Hans Neuweiler

Stv. Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw

Prof. Dr. Andrea Hartwig

Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Angewandte Biowissenschaften

Prof. Dr.-Ing. Hermann Nirschl

Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik

Prof. Peter Cheret

Universität Stuttgart, Institut für Baukonstruktion und Entwerfen (emeritiert)

Stephan Scholl​

Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw

Umweltpreis

Unterstützung von
Forschung und
Entwicklung für eine
bessere Umwelt.

 

Bewerbung

Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen, Institutionen, Schulen oder Hochschulen.  Der Bewerberschwerpunkt für den Umweltpreis liegt überwiegend auf der Region Nordschwarzwald. Ist die eingereichte Innovation aber für die ganze Region nützlich, werden auch Bewerber aus dem ganzen Bundesgebiet zugelassen. Der Leistungsrahmen umfasst multiple Aspekte der Umweltproblematik und ist in den Statuten der Stiftung Umweltpreis geregelt. 

Umweltpreis 2021

Stiftung Umweltpreis vergibt Umweltpreise 2021

Preisträger 2021

Pfiffige Lösungen erhalten Sparkassen-Umweltpreise

Auszeichnungen von 20 000 Euro in Calw verliehen – Dritter Preis an Schülerinnen aus Altensteig

Effektive Windräder, Trinkwassergewinnung in Afrika und die Vermeidung von Mikroplastik. Zu diesen Themen fanden die Teams, die mit dem Umweltpreis 2021 der Sparkasse Pforzheim Calw ausgezeichnet wurden, pfiffige Lösungen. Die Verleihung der mit insgesamt 20 000 Euro dotierten Auszeichnungen fand in der Calwer Sparkassen-Kundenhalle statt.

Hans Neuweiler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw, hob in seiner Begrüßung hervor, dass die Stiftung Umweltpreis bereits seit 1995 besteht und unterstrich, Umweltschutz sei für sein Haus keinesfalls nur „ein grünes Mäntelchen“. Bis 2035 soll die größte Sparkasse im „Ländle“ nämlich klimaneutral sein.

Drei Mitglieder des Stiftungs-Kuratoriums, dem Landrat Helmut Riegger vorsitzt, erläuterten die Preisvergaben.

Der mit 8 000 Euro dotierte Hauptpreis ging an drei Doktoranden der ZF Friedrichshafen für die Entwicklung eines Algorithmus, mit dem sich Schäden an Windkraftanlagen frühzeitig erkennen und so die Ausfallzeiten stark verkürzen lassen.

Drei Teams der ForscheHilda AG des Hilda Gymnasiums Pforzheim erhielten den zweiten Preis und 7 000 Euro. Sie haben sich intensiv mit technischen, gesellschaftlich und entwicklungspolitisch relevanten Projekten in Tansania befasst: der Trinkwassergewinnung, der Pflanzenzüchtung und der Versorgung isolierter Wohnbereiche mit elektrischer Energie.

Den dritten Preis – verbunden mit 5 000 Euro – erhielten zwei Schülerinnen des Christophorus-Gymnasiums Altensteig. Sie haben einen Filter entwickelt, der, in Waschmaschinen eingebaut, Mikroplastik effektiv aus dem Abwasser herausholen kann.

Der stellvertretende Kuratoriums-Vorsitzende Prof. Dr. Konrad Dettner machte in seiner Erläuterung deutlich, dass es bis zu 2 000 Jahre dauern kann, bis aus Plastikabfall in der Umwelt Mikroplastik entsteht. Statistisch gesehen produziert jeder Mensch davon vier Kilogramm pro Jahr. Mikroplastik entsteht hauptsächlich beim Waschen, durch Reifenabrieb und ist im Feinstaub enthalten. Es ist heute in der gesamten Wassersäule nachweisbar und auch der Mensch enthält große Mengen davon. Luise Florentine Mast und Hannah-Marie Zakes haben nach langen Versuchsreihen einen hochwirksamen Filter konstruiert, der verhindert, dass Mikroplastik ins Abwasser gelangt. Bei der technischen Umsetzung half die Friedrich Boysen AG.

Luise Florentine Mast und Hannah-Marie Zakes, Schülerinnen an Christophorus-Gymnasium Altensteig, erhielten einen mit 5 000 Euro dotierten Umweltpreis der Sparkassestiftung. Mit im Bild links der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Hans Neuweiler und Laudator Prof. Dr. Konrad Dettner.

Dr. Paul Janositz erklärte anschaulich, warum die ForscheHilde AG – bereits zum vierten Mal – mit einem Umweltpreis ausgezeichnet wurde. Die drei prämierten Teams fanden ihre Themen durch den Austausch mit einer Partner-Mädchenschule in Tansania. Nur 40 Prozent der Menschen dort haben Zugang zu sauberem Wasser. Die Stromversorgung fällt häufig aus, oft kommt der Strom aus Batterien, mit allen daraus folgenden Umweltproblemen. Eines der Hilda-Teams hat ein preiswertes System entwickelt, das der Luft mittels poröser Granulate Feuchtigkeit entzieht und dann wieder abgibt. Eine weitere Schülergruppe hat ein autarkes Gewächshaus mit optimierter Wachstumsrate und geringem Feuchtigkeitsverlust konstruiert. Und das dritte Hilda-Team hat sich ein Gleichspannungsnetz ausgedacht, das ländliche Gebiet mit 12- oder 24-Volt-Strom versorgen kann. Solarzellen erzeugen den Strom, Akkus speichern die Energie.

Schüler der ForscheHilda AG erhielten einen mit 7 000 Euro dotierten Umweltpreis der Sparkassenstiftung. Mit im Bild links der Leiter der ForscheHildaAG Dr. Joachim Götz, Laudator Dr. Paul Janositz und der stellvertretende Vorstandsvorsitzenden Hans Neuweiler

Die Innovation der Hauptpreisträger erklärte Prof. Dr.-Ing habil. Hermann Nirschl. Zwei junge Mathematik-Doktoranden und ein Ingenieur der ZF Friedrichshafen haben ein System realisiert, das Windkraftanlagen durch verringerte Wartungszeiten deutlich effizienter macht. Mit ihrem Algorithmus lassen sich Unregelmäßigkeiten in Windturbinen früh erkennen. Weil so Verschleiß rechtzeitig erkannt und durch schnelle Wartung behoben werden kann, sinkt die Ausfallzeit von durchschnittlich sieben auf nur noch drei Tage. Eine Ersparnis von jährlich 1,7 Millionen Kilowattstunden. Dafür erhielten Jonas Schmidt, Johannes Bernhard und Mark Schutera den Hauptpreis der Sparkassen-Umweltstiftung.

Bildunterschrift: Jonas Schmidt und Johannes Bernhard nehmen den mit 8 000 Euro dotierten Umweltpreis der Sparkassenstiftung in Empfang. Mit im Bild links der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hans Neuweiler und Laudator Prof. Dr.-Ing. habil. Hermann Nirschl

Vergangene Preisträger

„Mast räumt bei Bundeswettbewerb ab“

Im letzten Jahr von unserer Sparkassenstiftung mit einem Umweltpreis in Höhe von 5.000 € (zusammen mit Partnerin Hannah-Marie Zakes) ausgezeichnet, erreicht Luise Florentine Mast mit

„Mast räumt bei Bundeswettbewerb ab“

Im letzten Jahr von unserer Sparkassenstiftung mit einem Umweltpreis in Höhe von 5.000 € (zusammen mit Partnerin Hannah-Marie Zakes) ausgezeichnet, erreicht Luise Florentine Mast mit

Umweltforum

Seit 1998 findet in den Jahren zwischen den Preisverleihungen in Calw im Herbst ein Umweltforum mit einem für die Öffentlichkeit interessanten Thema statt.

Termine

Preisverleihung Umweltpreise 2021 am 27.10.2021 um 19.00 Uhr in der Sparkasse in Calw

Rückblick

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin bei Fragen
zur Stiftung Umweltpreis ist:

Frau Katrin Zauner
c/o Stiftung Umweltpreis
Sparkassenplatz 1
75365 Calw